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Einheimische Forstinsekten

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Der Wald ist eine äusserst komplexe Lebensgemeinschaft. Insekten spielen darin eine wichtige Rolle (siehe auch Forschungsgruppe Waldentomologie). Bei Massenvermehrungen können auch einheimische Insekten Bäume zum Absterben bringen und wichtige Waldfunktionen gefährden. In der Schweiz werden fast ausschliesslich mechanische Bekämpfungsmassnahmen getätigt, indem befallene Bäume gefällt und entrindet werden.

Informationen zu den wichtigsten Waldinsekten finden Sie hier:

 


 

Wichtige Gruppen einheimischer Forstinsekten

Borkenkäfer (Scolytinae)

Rindenbrütende Borkenkäferarten fressen im Bereich des Kambiums und unterbrechen so den Saftstrom des Baumes. Holzbrütende Arten, auch Ambrosiakäfer genannt, ernähren sich im Splintholz von Pilzen und entwerten so das Nutzholz.

 

Prachtkäfer (Buprestidae)

Prachtkäfer sind deutliche Sekundärschädlinge an geschwächten Bäumen. Die Larven fressen unregelmässige Gänge zwischen Rinde und Holz, welche den Saftstrom unterbrechen.

 

Bockkäfer (Cerambycidae)

sind typische Sekundärschädlinge an genutztem oder gelagertem Holz in Rinde. Die Larvengänge mit ovalem Querschnitt sind vor allem im Splintholz zu finden.

 

Wanzen (Heteroptera)

Wanzen saugen an Blättern, Früchten oder an der Rinde. Stark befallene Bäume werden gestresst und werden dadurch attraktiv für weitere Schädlinge und Krankheiten.

 

Pflanzenläuse (Sternorrhyncha)

Insbesondere Blattläuse (Aphidoidea) und Schildläuse (Coccoidea) saugen an allen Organen von Gehölzen Pflanzensaft. Das Gewebe kann eintrocknen, häufig entstehen im Bereich der Einstiche Blatt- oder Nadelverfärbungen oder auch Gallen. Auch Ablagerungen (Honigtau, Wachswolle) sind häufig. Jungbäume können einen Zuwachsverlust erleiden oder gar eingehen.

 

Hautflügler (Hymenoptera)

Die Afterraupen von Blattwespen können Laub- und Nadelbäume befressen. Holzwespenlarven sind ungeliebte Gäste im Nutzholz.

 

Werftkäfer (Lymexylidae)

Die Larven fressen lange Gänge ins Holz. Sie können bis ins Kernholz vordringen und Nutzholz stark entwerten. Lebende Bäume werden kaum angegangen.

 

Rüsselkäfer (Curculionidae)

können vor allem Jungpflanzen oder Früchte schädigen: Die Larven fressen meist an den Wurzeln oder minieren im Blatt, die Käfer fressen an Rinde, Blatt oder Nadel. Einzelne Arten können auch zwischen Rinde und Holz gefunden werden.

 

Schmetterlinge (Lepidoptera)

Schmetterlingsraupen können bei Massenvermehrungen Bäume kahl fressen. Kritisch ist dies beim Nadelholz oder bei mehrjährigem Kahlfrass. Die Raupen einzelner Spinner-Arten besitzen Brennhaare, welche auf der Haut Entzündungen hervorrufen können.

 

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